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Pressemitteilung - Dortmund, 07.05.2008


WILO AG: Kundenorientierung als Erfolgsrezept
Dortmunder Pumpenspezialist weiter auf Wachstumskurs
Dortmund. Die Wilo-Gruppe hat ihren weltweiten Wachstumskurs auch 2007 fortgesetzt und weitere Marktanteile hinzugewonnen. Das Unternehmen ist einer der weltweit führenden Hersteller von Pumpen und Pumpensystemen für die Heizungs-, Kälte- und Klimatechnik sowie die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Wie die WILO AG (Dortmund) als Konzern-Muttergesellschaft am 7. Mai d.J. bei ihrem Jahrespressegespräch hervorhob, konnten die wichtigsten Kennzahlen nahezu auf dem Niveau des Rekordjahres 2006 gehalten oder sogar verbessert werden. Vorgestellt wurde die Bilanz von Dr. Thomas Schweisfurth, Sprecher des Vorstands, und von Oliver Hermes, Vorstand Finanzen, Controlling und Personal. Dr. Holger Krasmann, seit April 2008 neuer Wilo-Vorstand für Technik und Produktion, gab im Anschluss einen Einblick zu aktuellen Themen der Produkt- und Prozessinnovationen.

Organisches Wachstum
Der Umsatz der Gruppe hat sich 2007 um 6,2 % auf 927,3 Mio. Euro erhöht. Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit lag bei 40,5 Mio. Euro. Das EBITDA erreichte mit 128,5 Mio. Euro eine Umsatzquote von 13,9 %. Das Konzernergebnis nach Steuern lag mit 60,7 Mio. Euro – gegenüber 2006 – auf nahezu unverändert hohem Niveau.

Das Eigenkapital stieg im Vergleich zum Vorjahr von 265,5 Mio. Euro um über 12 % auf jetzt 297,7 Mio. Euro, was einer Eigenkapitalquote von 46,6 % entspricht. Die Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt nahm um über 9 % auf 5.821 Beschäftigte zu. Damit ist die Wilo-Gruppe seit 2003 beim Umsatz um über 48 % und bei der Mitarbeiterzahl um fast 52 % gewachsen.

Geschäftsfelder und Märkte im Überblick
Dr. Thomas Schweisfurth, der Vorstandssprecher des 1872 gegründeten Familienunternehmens, wies vor der Presse darauf hin, dass die prozentuale Umsatzsteigerungsrate 2007 vor allem wegen der schwierigen Rahmenbedingungen für das Kerngeschäft Heizung und Klima unter dem Rekordwert des Vorjahres geblieben sei. Ursächlich dafür sei vor allem eine massive Marktschwäche in Deutschland und einigen weiteren westeuropäischen Ländern gewesen. Dennoch konnten die weltweiten Umsätze in diesem Geschäftsfeld um 3,3 % erhöht werden.

Die stärksten Zuwächse waren erneut im Geschäftsfeld Wasser und Abwasser zu verzeichnen. Hier stieg der Umsatz um 17,8 %. Dazu trugen – wie Oliver Hermes, Vorstand Finanzen, Controlling und Personal, darlegte – vor allem die hohen Infrastruktur-Investitionen in den osteuropäischen Ländern bei. Dort konnte eine Zuwachsrate von über 20 % realisiert werden. Im asiatischen Raum sei eine uneinheitliche Entwicklung zu verzeichnen gewesen: Während sich der koreanische Markt deutlich rückläufig präsentierte, erfüllten China und Indien die ambitionierten Wachstumsziele. Im deutschen Heimatmarkt konnte das hohe Umsatzniveau des Vorjahres – trotz eines allgemeinen Nachfragerückgangs – mit über 180 Mio. Euro gehalten werden. In Frankreich wurde ein leichtes Wachstum auf über 100 Mio. Euro erzielt. In Nordamerika hat Wilo seine Marktposition weiter ausgebaut.

Jahresabschluss im Detail
Anschließend erläuterte Hermes vor der Presse weitere Einzelheiten des Jahresabschlusses 2007. Das EBIT sei mit
99,4 Mio. Euro fast auf Vorjahresniveau gehalten worden. Das gelte auch für die Relation des Bruttoergebnisses zum Umsatz, die trotz weiter gestiegener Rohstoffpreise und Investitionen bei 39,6 % lag.

Bei der Gesamtbewertung sei zu beachten, dass 2007 negative Auswirkungen auf das Konzernergebnis durch deutliche Währungsabwertungen zu verkraften waren, die – im Jahresdurchschnitt – beim südkoreanischen Won 6,5 % und beim US-Dollar 9,2 % ausmachten. Dennoch habe sich das Ergebnis je Aktie um 0,5 % auf 6,15 Euro verbessert.

Hermes weiter: „Die Bilanzsumme der Wilo-Gruppe ist um 2,7 % auf 639,3 Mio. Euro gestiegen. Dabei hat sich das langfristige Vermögen um 2,7 % auf 233,9 Mio. Euro erhöht. Das kurzfristige Vermögen nahm ebenfalls um 2,7 % auf 405,4 Mio. Euro zu.“

Die Sachanlageinvestitionen stiegen um 17 % auf 43,0 Mio. Euro. Im Mittelpunkt standen dabei Kapazitätsausweitungen und Produktivitätsverbesserungen in der Fertigung sowie der Ausbau der Vertriebsstandorte. Derzeit umfasst die Gruppe neben der Muttergesellschaft WILO AG 62 vollkonsolidierte Produktions- und Vertriebsgesellschaften, die in 42 Ländern in Europa, Asien, Nord- und Südamerika operativ tätig sind.

Oliver Hermes schloss seine Bilanz-Analyse ab mit einem Überblick über die F&E-Aktivitäten der Gruppe. Die Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung sind 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 14,4 % auf 27,6 Mio. Euro gestiegen und betrugen 3 % vom Umsatz.

Innovationen in Technik und Produktion
Dr. Holger Krasmann, seit April 2008 neuer Wilo-Vorstand für Technik und Produktion, stellte daraufhin die Schwerpunkte im Bereich Operations dar: „Wir haben uns konzentriert auf die Weiterentwicklung der Produkt- und Produktionsstrategien. Hierzu wurden für alle Fertigungsstandorte einheitliche Standards in unserem Wilo-Produktionssystem (WPS) erarbeitet, die nun in allen Werken umgesetzt werden. Damit ist eine wichtige Voraussetzung für die ständige Optimierung der Prozessqualität und Erhöhung der Produktivität geschaffen worden.“

Im Jahr 2007 hat Wilo als erster Hersteller die Hocheffizienzpumpenbaureihe Stratos im amerikanischen Markt eingeführt, was die Innovationskraft des Unternehmens unterstreiche. Darüber hinaus standen OEM-Innovationen für Heizkessel, Produkte für Wärmepumpen und Solar sowie eine neue Generation mehrstufiger, vertikaler Edelstahlpumpen im Mittelpunkt. Die Vorbereitung der Markteinführung eines völlig neuartigen Systems dezentraler Heizungspumpen mit bis zu 20 % Heizenergieeinsparung zählte ebenfalls zu den Innovationsschwerpunkten des Jahres. Im Geschäftsjahr 2008 seien erhebliche Investitionen in die Weiterentwicklung der Edelstahl- und Motorentechnologien vorgesehen.

Kundeninteressen im Fokus
Wichtigste Erfolgsfaktoren für Wilo waren – wie Dr. Schweisfurth anschließend hervorhob – auch 2007 die konsequente Kundenorientierung, Marktnähe, Innovationspolitik und Qualität bei Produkten und Serviceleistungen. Die schon vor Jahren eingeleiteten Aktivitäten zur stetigen Optimierung der Geschäftsbeziehungen hätten sich voll bewährt. Alle zwei Jahre werde die Zusammenarbeit mit SHK-Handwerk und -Großhandel, Planern, OEM-Partnern, Generalunternehmern, Investoren und Nutzern durch ein neutrales Marktforschungsinstitut auf den Prüfstand gestellt, um eventuellen Verbesserungsbedarf zu ermitteln und entsprechende Anpassungen einleiten zu können. Die jüngste Analyse habe eine durchgehend hohe Kundenzufriedenheit ergeben. Im OEM-Bereich wird das Wilo-Leistungsprofil zudem jedes Quartal bewertet.

Testsieger bei Hocheffizienzpumpen
In Deutschland und Österreich war das Geschäft im Heizungs- und Klimasektor 2007 durch starke Einbrüche geprägt. So ist in der Bundesrepublik der Absatz von Wärmeerzeugern um 28 % zurückgegangen, obwohl es hier rund 17 Millionen Heizungsanlagen mit einem Durchschnittsalter von 24 Jahren gibt. Allenfalls 10 bis 12 % davon entsprechen dem Stand der Technik. Einen herausragenden Zuwachs erzielte in diesem Segment jedoch die Hocheffizienzpumpe Wilo-Stratos ECO, die von der Stiftung Warentest mit „sehr gut“ bewertet worden ist. Bei Energieeffizienz und Preis-Leistungs-Verhältnis setzte sie sich im Vergleich zu allen anderen Heizungspumpen als Testsieger durch.

Das gesamte Programm der ungeregelten Heizungspumpen für den deutschen Markt wurde 2007 konstruktiv überarbeitet und an die Standards der Energieeffizienzkategorie B angepasst. Damit ist Wilo der einzige Pumpenhersteller, der die komplette Produktpalette an Standardpumpen in dieser Energieeffizienzklasse anbieten kann. Darüber hinaus ist die fünfjährige Handwerkergarantie für alle Nassläuferpumpen wirksam geworden und Wilo der Handwerkermarke beigetreten.

Starke Zuwächse im Industriebereich
Das Industriegeschäft in der deutschsprachigen Region hat sich für Wilo mit einem Wachstum von 7,5 % positiv entwickelt. Um 25 % wuchsen die Umsätze in den Bereichen der industriellen Wasserversorgung und -entsorgung sowie bei energieeffizienten Systemen in Industrie und Gewerbe. Die Lieferungen an Erstausrüster im OEM-Segment legten überdurchschnittlich zu. Anwendungsschwerpunkte waren dabei Industriekühlung und Wärmepumpen. Hier konnte Wilo 2007 erhebliche Anteile hinzugewinnen. Im Heizgerätemarkt, bei Wärmepumpen und bei Solaranlagen wurden zwischen 55 % und 75 % Marktanteile erreicht.

Seine Position als Toplieferant führender Heizgerätehersteller konnte Wilo 2007 ausbauen. Hier wurde auch für Großkessel die Lieferung spezieller Pumpen vom Typ Crono und Vero als Kesselkreis-, Beimisch- und Heizkreispumpen aufgenommen. Im Berichtsjahr wurde Wilo als einziger europäischer Pumpenhersteller in den Verband European Heat Industry aufgenommen.

Boom bei kommunaler Wasserwirtschaft
Zweistellige Zuwachsraten verzeichnete ebenfalls der Bereich Kommunale Wasserwirtschaft. Die Energieeffizienz der Pumpen, Anlagen und Systeme sowie deren Lebenszykluskosten standen hier im Mittelpunkt. Bei Brunnensanierungen kamen verstärkt Reinwasserpumpen und bei Kläranlagen Rührwerke von Wilo zum Einsatz. Im Großprojektgeschäft wurde das kundenorientierte Angebot „Pumpen und Service aus einer Hand“ erfolgreich eingeführt. Die Wilo EMU Wassertage fanden im Oktober mit über 400 Entscheidern aus den Bereichen industrielle und kommunale Wasserversorgung und -entsorgung bundesweite Beachtung. Für Industrie- und Gewerbekunden wurde ein spezieller Beratungsservice „Energieeffizienz“ eingerichtet.

Ausblick 2008: „Die Milliarden-Marke als Umsatzziel“
Für das laufende Geschäftsjahr hat sich das 136 Jahre alte Traditionsunternehmen die erstmalige Erreichung der Milliarden-Umsatzmarke als Kernziel gesetzt. Dr. Thomas Schweisfurth: „Überdurchschnittliches Umsatzwachstum wird 2008 vor allem aus Osteuropa und Asien kommen. Das Geschäftsfeld Wasser und Abwasser wird erneut deutlich überproportional zum Wachstum beitragen. Ganz oben auf der Tagesordnung stehen auch 2008 die weitere Integration der jüngsten Akquisitionen sowie die Entwicklung der neugeschaffenen Stützpunkte und eingegangenen Partnerschaften. Gleichzeitig werden wir die Schlüsselinitiativen der kundenorientierten Produkt-, Vertriebs- und Marketingstrategie konsequent umsetzen. Davon werden vor allem unsere Vertriebspartner von SHK-Handwerk und -Großhandel sowie unsere OEM-Kunden und Investoren erneut handfest profitieren. Weltpremiere wird Ende 2008 unser völlig neuartiges Dezentrales Pumpensystem haben, das den Generationswechsel von der Angebotsheizung zur energiesparenden und komfortablen Bedarfsheizung einleitet. Dabei kann der Primärenergieverbrauch um 20 % gesenkt werden. Außerdem werden Wilo-Heizungspumpen damit erstmals Pumpen-Intelligenz auch in den Wohnbereich hineintragen.“

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