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Pressemitteilung - Dortmund, 11.10.2007


Nachrüstbare digitale Wilo-IF-Module für Elektronikpumpen
Schnelle Integration von Pumpen in Gebäudemanagementsysteme
Dortmund. Heizungs-, Lüftungs- und Kälteanlagen lassen sich mit modernen Gebäudemanagementsystemen automatisieren. Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit des „intelligenten Gebäudes“ zu steigern, indem alle angeschlossenen Komponenten mit der höchstmöglichen Effizienz betrieben werden. Auch Pumpen und Pumpensysteme können in die Gebäudeautomation integriert werden. Dadurch erhöht sich zusätzlich die Betriebssicherheit, da der aktuelle Betriebszustand der Pumpe an die Leitzentrale übermittelt wird. So können Abweichungen von vorgegebenen Sollwerten oder eventuell auftretende Störungen schnellstmöglich erkannt und behoben werden. 

 

Für die Kommunikation zwischen der Pumpe und weiteren Ebenen der Gebäudeautomation hat der Dortmunder Pumpenspezialist WILO AG die Wilo-IF-Module PLR und Wilo-IF-Module LON entwickelt. Mit diesen seriellen, digitalen Schnittstellen können die Pumpen ohne großen Aufwand in die unterschiedlichsten Systemumgebungen der Gebäudeautomation integriert werden. Die WILO AG verfügt dabei über ein durchgängiges modulares Busanbindungskonzept für ihr Pumpensortiment. Denn alle elektronisch geregelten Pumpen für den mittleren und höheren Leistungsbereich sind werkseitig bereits für die Aufnahme der Wilo-IF-Module vorbereitet. Bei einer Aufrüstung der Haustechnik für die Gebäudeautomation muss damit nicht die ganze Pumpe getauscht, sondern lediglich das passende IF-Modul nachgerüstet werden.

 

Die Wilo-IF-Module PLR sind auf verschiedene Bussysteme, Schnittstellen und Protokolle wie zum RS485-Bus und Modbus abgestimmt. Die Verbindung mit der Gebäudeautomation wird über den busfähigen, digitalen (RS 485) Schnittstellenkonverter DigiCon und DigiCon Modbus hergestellt.

 

Mit dem Wilo-IF-Modul LON können die Pumpen nahtlos in herstellerneutrale, offene LONWORKS-Netzwerke eingebunden werden. Dabei handelt es sich um eine Systemumgebung, die eine gewerkeübergreifende Kommunikation sowohl zwischen den einzelnen Komponenten als auch mit der Automationsebene ermöglicht.

 

Beide Modultypen können Befehle der Leitstelle empfangen und ausführen. Im Gegenzug können die elektrischen und hydraulischen Daten der Pumpe zur statistischen Aufbereitung übertragen sowie Stör- und Betriebsmeldungen an eine übergeordnete Stelle gesendet werden. Das Wilo-IF-Modul LON bietet zusätzlich den Vorteil, dass es sich unmittelbar in die Gebäudemanagementsysteme verschiedener Hersteller integrieren lässt. Außerdem kann ein direkter Datenaustausch zwischen dem Modul und den Sensoren, Ventilen oder Steuerungselementen eines Wärmeerzeugers erfolgen. Dadurch ist es in der Lage, bestimmte Regelungsaufgaben dezentral, direkt und ohne Umweg über den Zentralrechner zu übernehmen.

 

Im Bereich Heizung und Klima können die Baureihen „Wilo-Stratos“, „Wilo-TOP E“, „Wilo-VeroLine-IP E“ und „WiloCronoLine-IL E“ mit den IF-Modulen ausgerüstet werden. Die hauptsächlich zur Druckerhöhung in der Trinkwasserversorgung eingesetzten Baureihen „Wilo-Economy MHIE“, „Wilo-Multivert MVIE“ und „Wilo-Multivert MVISE“ bieten ebenfalls diese Möglichkeit. Die Pumpen verfügen über einen Steckplatz in der Regeleinheit, der einen schnellen Ein- und Ausbau des Moduls ermöglicht. Dadurch beschleunigt sich nicht nur die Installation von Neuanlagen, sondern auch die kostengünstige Nachrüstung von Bestandsanlagen ist möglich. In diesem Fall wird das entsprechende Wilo-IF-Modul eingesteckt, anschließend kann die Pumpe in das Gebäudemanagementsystem integriert werden.

 

Mit den IF-Modulen PLR und LON wird das in den Elektronikpumpen integrierte Doppelpumpenmanagement gleich mitgeliefert, das durch die Verbindung von Master- und Slavepumpe automatisch aktiviert wird. Dafür steht jeweils eine zusätzliche Klemme im IF-Modul zur Verfügung, über die zwei parallel betriebene Einzelpumpen oder auch eine Doppelpumpe miteinander kommunizieren. Je nach vorhandenem Bussystem werden entweder beide Pumpen mit Wilo-IF-Modulen PLR oder je eine mit dem LON-Modul (Master) und dem PLR-Modul (Slave) ausgerüstet. Mit beiden Varianten können alle Funktionen des Doppelpumpenmanagements ausgeführt werden. Sie umfassen die wirkungsgradoptimierte Grundlast-/Spitzenlastschaltung und den Haupt-/ Reservebetrieb. In beiden Betriebsarten wird nach 24-stündigem Pumpenbetrieb automatisch zwischen Haupt- und Reservepumpe beziehungsweise zwischen Grund- und Spitzenlastpumpe umgeschaltet. So wird auch über einen längeren Zeitraum eine gleichmäßige Auslastung beider Pumpen erreicht.

 

Selbstverständlich ist eine automatische Umschaltung von einer möglicherweise gestörten Pumpe auf die zweite, betriebsbereite Pumpe sicher gestellt, so dass auch im Störungsfall die Betriebs- und Versorgungssicherheit gewährleistet ist. Zur Meldung dieser Störung sind alle Wilo-Elektronikpumpen serienmäßig mit einer potenzialfreien Meldeklemme (SSM) ausgerüstet.

 

Zum Thema „Intelligente Lösungen für die Gebäudeautomation“ stellt Wilo interessierten Planern und Handwerkern eine ausführliche Informationsbroschüre zur Verfügung. Sie kann entweder unter www.wilo.de (Bereich „Services“) heruntergeladen werden oder bestellt werden bei:

 

WILO AG, Nortkirchenstraße 100, D-44263 Dortmund
Tel.: +49 (0) 2 31 / 41 02-0, Fax: +49 (0) 2 31 / 41 02-7575
E-Mail: wilo@wilo.de, Internet www.wilo.de

 

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Pressekontakt

Anne Frentrup

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